Trinkwasseraufbereitung

In der Trinkwasseraufbereitung wird Aktivkohle heute meist in Kombination mit anderen Reinigungsverfahren, wie z. B. Flockung, Oxidation, Filtration etc. eingesetzt; sie kann dabei mehrere Aufgaben erfüllen:

Adsorption gelöster organischer Substanzen
Die Entfernung gelöster organischer Substanzen durch Aktivkohle beruht überwiegend auf Adsorptionsvorgängen. Der Reinigungseffekt kann beim Vorhandensein biologisch abbaubarer Substanzen durch Besiedelung der Aktivkohle mit Mikroorganismen verstärkt werden. Die Herkunft organischer Wasserinhaltsstoffe ist äußerst vielfältig. Bereits natürlich vorkommende Wässer können gelegentlich organische Substanzen wie Huminstoffe in Konzentrationen enthalten, die geschmacklich wahrnehmbar sind. Oberflächenwässer, und hier speziell die Flußwässer, enthalten auch als Uferfiltrat noch zahlreiche organische Verbindungen, von denen sich meist nur ein Bruchteil identifizieren läßt.
Immer wieder stellt man fest, daß auch Grundwässer mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) oder organischen Verbindungen, die aus der intensiven Bewirtschaftung der Böden stammen, wie Pestizide, Herbizide, Insektizide, verunreinigt sind.
Speziell die durch den Menschen verursachten Verunreinigungen sind nicht nur in der Lage, Geruchs- oder Geschmacksbeeinträchtigungen hervorzurufen, sondern sie können bei jahrelangem Genuß auch toxische oder kanzerogene Wirkungen auf den Menschen ausüben.

Der Einsatz von Aktivkohle ermöglicht es, selbst kleinste Mengen dieser schädlichen Stoffe bei hoher Effektivität aus dem Wasser zu entfernen. Daher wurden für die Wasserreinigung spezielle, hochaktive, abriebfeste und gut reaktivierbare Aktivkohlen entwickelt.

Entchlorung, Entozonung
In der Wasserreinigung werden häufig zur Entkeimung und zur Entfernung organischer Substanzen Oxidationsmittel wie Chlor, Hypochlorit, Chlordioxid, Wasserstoffperoxid und Ozon eingesetzt. Der Oxidationsmittelüberschuß muß in den meisten Fällen wieder entfernt werden. Dies kann man vorteilhaft mit körnigen Aktivkohlen durchführen, wobei die Oxidationsmittel an der Oberfläche katalytisch zersetzt werden.

Je kleiner die Korngröße einer Aktivkohle, desto besser ist die Entchlorungsleistung.

Empfohlene Aktivkohlesorten:
Granuliert
Hydraffin 30N
Hydraffin XC30
Hydraffin CC8x30

Pulverkohle
Hydraffin P800
Hydraffin MB4

Technische Unterlagen und Muster auf Anfrage erhältlich.

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